, Emmenegger Sibylle

Vereinsausflug vom 25. Oktober 2025

Um schwülwarme, ermüdende Temperaturen wie letztes Jahr zu vermeiden, wurde der Ausflug in den Herbst verschoben. Nun war aber Wind und Regen angesagt, jedoch schien das zu Beginn noch harmlos. Die Sonne und ein kleiner Fleck blauer Himmel zeigten sich kurz, als die reiselustigen Vereinsmitglieder um 08.15 Uhr auf dem Friedhofparkplatz eintrafen. Der Bus von „Heidi Reisen“ mit dem humorvollen Chauffeur Sepp stand bereit und empfing die – sage und schreibe – 36 Teilnehmenden. Ein stolzer Zuwachs von 30% gegenüber dem Vorjahr. Pünktlich um 09.00 Uhr ging die Reise in Richtung Berner Oberland los.

Der Chauffeur Sepp wollte die herbstlich prächtigen Blattfärbungen im Jura zeigen und wählte daher die Route über Delsberg durch die Schluchten von Moutier und Court. Strömender Regen und Nebel liessen den herbstlichen Charme etwas erblassen. Dem trüben Start wirkten ein paar Dorfbühnileute entgegen, indem sie ihren mitgebrachten Weisswein kredenzten und den Frühschoppen genossen. Sepp kompensierte diese trübe Witterung mit seinen originellen Witzen. Nach Biel und Lyss, die im strömenden Regen nicht zu erkennen waren, erreichte der Bus um 09.45 Uhr den Gasthof Schönbühl, wo in zwei heimeligen, mit lieblichen Figuren dekorierten Räumen Kaffee und Gipfeli serviert wurden.

Um 10.45 Uhr nahm Sepp die Weiterfahrt nach Unterseen bei Interlaken auf. Die Sicht war trüb. Die Alpen und der Thunersee zeigten sich nur schwach und verschwommen. In Unterseen ging es eine Passstrasse zum schmucken Restaurant „Luegibrüggli“ hoch, zum Ort für den Mittagshalt. Im heimeligen Säli mit prächtiger Aussicht auf Thunersee und Alpen, sofern es die Witterung zuliess, und schön gedeckten Tischen servierten die hübschen Damen in Tracht das Mittagsmahl, „Blattsalat mit Apfel, Cranberry, Kürbiskernen und Croutons an Balsamico-Vinaigrette“, „Hackbraten Luegibrüggli an Champignonsauce, Gemüse vom Markt und Rösti-Kroketten“, danach hausgemachte gebrannte Creme, Rahm und Bretzeli“. Nach diesem feinen Mahl wurde Kaffee genossen, gemütlich geplaudert, während Hans Kathrein mit den gewohnten Klängen sein Jagdhorn ertönen liess. Fenster und Balkontüren waren so verriegelt, dass der Zugang zu frischer Luft auf der aussichtsreichen Terrasse nur mit Hilfe des Personals möglich war.

Um 14.00 Uhr ging die Fahrt weiternach Interlaken, Brienz, Hofstetten zur Trauffer-Erlebniswelt. Tausende grosse und kleine Holzkühe, farbig bemalt, richtige Kunstwerke, überraschten die Besucher. Neben einem beeindruckenden, interessanten Rundgang durften die Besucher auch selbst Hand anlegen und niedliche Kühlein selbst bemalen, was einige bewog, sich auch noch künstlerisch zu betätigen.

Um 16.00 Uhr war Zeit für die Heimkehr. Bei immer noch trübstem Wetter kurvte Sepp, immer dazwischen Witze erzählend, über den Brünigpass, vorbei am Sarnersee, am Vierwaldstättersee über Luzern nach Aesch. Es ging ein wunderschöner Tag mit interessanten Eindrücken zu Ende, der sicher einem Jeden in lebhafter Erinnerung bleiben wird.

Der Organisatorin Annamarie Bäni sei an dieser Stelle der herzlichste Dank ausgesprochen.

Martin Studer